Das Projekt Durchwegung

Warum gerade eine Durchwegung?

Der Sockelbereich des Ihme-Zentrums entlang der Blumenauer Straße liegt seit vielen Jahren brach. Um ihn zukünftig neu zu beleben und hier wieder Gewerbe anzusiedeln, soll der Bereich besser mit seinem attraktiven Umfeld – dem urbanen Linden auf der einen und dem Ihmeufer auf der anderen Seite – vernetzt werden. Die „Insellage“ des Ihme-Zentrums gilt es aufzulösen.

Die Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Ida-Arenhold-Brücke und der Blumenauer Straße soll deutlich verbessert werden. Eine großzügige Breite, eine gute Ausleuchtung und eine hochwertige Gestaltung sollen für eine angenehme und angstfreie Nutzung sorgen.

Für wen soll die Durchwegung sein?

Die neue Durchwegung führt Besucherinnen und Besucher in das Ihme-Zentrum. Den Bewohnerinnen und Bewohnern bietet sie ein attraktives Wohnumfeld.

Wer bezahlt das?

Es ist beabsichtigt, mit Hilfe des Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ einen attraktiven und sicheren Fuß- und Radweg durch das Ihme-Zentrum herzustellen.

Als „Nationale Projekte des Städtebaus“ werden national und international wahrnehmbare, größere städtebauliche Projekte ausgewählt, die deutliche Impulse für ihre Stadt und die Stadtentwicklungspolitik in Deutschland insgesamt setzen.

Mit der Aufnahme in das Bundesprogramm im Jahr 2017 stehen mit dem Eigenanteil der Landeshauptstadt Hannover insgesamt drei Millionen Euro zur Umsetzung des Durchgangs innerhalb von fünf Jahren zur Verfügung.

Einige Fragen sind zu klären:

Der Bau der Durchwegung wird zwar grundsätzlich von allen Seiten befürwortet. Dennoch sind eine Reihe von Fragen zu klären, bevor es tatsächlich losgehen kann. Dies sind zum Beispiel…

…planerische Fragestellungen

Sollen perspektivisch Nutzungen an den Durchgang angrenzen? Können angrenzende Räume ggf. zum Durchgang geöffnet und einer temporären (Zwischen-)Nutzung zugeführt werden?

Wie werden Fußgänger- und Radverkehr sicher geführt, wenn gleichzeitig an den Durchgang angrenzende Nutzungen erschlossen werden müssen?

Müssen bei einer perspektivisch stärkeren Nutzung des Durchgangs ggf. Lärmschutzfragen im Hinblick auf die benachbarten Wohnnutzungen berücksichtigt werden?

Wie können die an die Durchwegung angrenzenden Zugangsbereiche zu Wohnungen von der öffentlichen Wegeverbindung angemessen abgegrenzt werden?

Welche Materialien und Gestaltungselemente werden eingesetzt, um mit der Durchwegung einen positiven Eindruck des Ihme-Zentrums zu vermitteln?

Und wie sieht es rechtlich aus?

…rechtliche und wirtschaftliche Fragestellungen

Mit welchen Mitteln kann die geförderte Baumaßnahme – die öffentliche Durchwegung – dauerhaft rechtlich gesichert werden?

Wer übernimmt die dauerhafte Unterhaltung und Instandhaltung sowie die Verkehrssicherungspflicht für den Durchgang? Wie sind diese Aufgaben rechtlich abzusichern?

Wer übernimmt die Bauträgerschaft für den Durchgang?

Wie wird mit entstehenden Mehrkosten umgegangen?

Zur Vorklärung dieser Fragen hat die Landeshauptstadt Hannover ein Rechtsgutachten ausarbeiten lassen.